Demonstration gegen Polizeigewalt

„Ganz NRW hasst die Polizei!“

Zum internationalen Tag gegen Polizeigewalt am 15.03.2011 demonstrierten wir am darauf folgenden Samstag den 19.03.2011 in der Dortmunder Innenstadt.
Gegen 15 Uhr versammelten sich etwa 200 Teilnehmer_Innen an der Katharinenstraße gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhof.
Kleine Verspätungen gehören nunmal dazu und um 15:45 ging es dann auch los.
Gut gelaunt zogen die Demonstrant_Innen, bei sonnigem Frühlingswetter, Musik und lauten Parolen über die Kampstraße durch die Einkaufsmeile Dortmunds.

Von der Reinoldikirche aus ging es dann über den Ostwall auf die Ruhralee vorbei an einer örtlichen Polizeiwache.
Als der Demonstrationszug diese passierte flog ein Feuerwerkskörper aus einem Fenster in Richtung des Lautsprecherwagens, es wurde jedoch niemand verletzt.
Nun ging es weiter zum Polizeipräsidium. Dort fand eine Zwischenkundgebung statt, die die Ermordung eines Menschen im letzten Jahr durch Dortmunder Polizist_Innen, sowie die Ermordung eines jungen Mannes in Berlin thematisierte. Dieser zweite Redebeitrag war ein Grußwort der Berliner Gruppe No Justice No Peace, die sich um die Gedächtnisarbeit des ermordeten Slieman H kümmert.

Als die Demonstrant_Innen weiterziehen wollten, griff die Polizei in die Veranstaltung ein und zog einen Demonstranten heraus, dem aufgrund des Singens eines Songs der Punkband „Slime“ die weitere Teilnahme an der Demo verboten wurde. Die Cops sprachen einen Platzverweis für ganz Dortmund aus.

Aufgrund des am gleichen Tag stattfindenden Fußballspiels waren viele Menschen in der Stadt unterwegs, die durch Parolen und das Verteilen von Flyern auf den Inhalt der Demo aufmerksam gemacht wurden. Viele Fußballfans und Bürger schlossen sich den Antifaschist_Innen an, sodass die Teilnehmerzahl von 200 auf etwa 280 Menschen wuchs.

Dann ging es zurück, den Wall entlang und zum Platz der alten Synagoge, gegenüber des Stadtgartens, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Hier wurde bei einem Redebeitrag des Dortmunder Antifa Bündnis über die Verbrechen der Polizei im Dritten Reich an Dortmunder Juden und Jüdinnen, sowie allen politischen Gegnern der Nazis, informiert.
Ein weiterer Redebeitrag setzte sich kritisch mit der Parole ACAB auseinander.
Die Dortmunder Nazis, die im Vorfeld der Demo drohten, ließen sich teilweise in kleinen Grüppchen am Rande der Route blicken.
Allerdings ergriffen sie allesamt die Flucht, als die Antifaschist_Innen auf sie aufmerksam wurden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer_Innen die nach Dortmund gekommen sind, sowie bei allen Unterstützer_Innen die uns dabei geholfen haben unsere zweite eigene Demonstration auf die Beine zu stellen.
Es ist uns gelungen in Dortmund solidarisch mit Repressionsgegner_Innen auf der ganzen Welt Polizeigewalt anzuprangern.
Außerdem konnten wir mit vielen Gruppen und Personen in Kontakt treten, mit denen wir auch in Zukunft zusammenarbeiten können um eine bessere Antifa- und Antirepressionsarbeit zu leisten.
Quelle: Antifaschistische Jugend Dortmund